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26.03.2017
Unterricht in der Natur

Am letzten Sonntag  trafen sich die Jungjäger-Anwärter aus den Landkreisen Wolfenbüttel, Braunschweig und Wolfsburg im Cremlinger Horn, um mit Ihrem Trainer und Hundeobmann der Jägerschaften WOB/BS Hans-Ulrich Keie einen Unterrichtstag unter freiem Himmel zu gestalten.

Es waren Gäste / Jäger(innen) mitsamt ihren jagdlichen Vierbeinern geladen, und die Anwärter konnten ihr Wissen über die Gebrauchshunderassen austauschen sowie erweitern.

Von Deutsch Drahthaar (Abk. DD) als Vorstehhund bis hin zum Weimaraner (Abk. W) als Schweißhund waren noch weitere Hunde wie Deutsch Kurz- und Langhaar, Irish- und Gordon-Setter, Teckel, ungarische Vorstehhunde und Terrier vertreten.
 
Es wurde zudem eine prüfungsähnliche Situation mit Hund nachgestellt.
Frauchen & Weimeraner-Hündin sollten eine Nachsuche veranschaulichen. Dazu war bereits am Vortag von Hans-Ulrich Keie eine Fährte für den Hund gelegt worden, der nun seine Halterin, an langem Riemen, zu der Stelle des erlegten Wildes führen sollte. Hier zeigt sich das Zusammenspiel zwischen Hund und Halter extrem eng, denn der Hundeführer muss sich ganz auf die Nase seines ausgebildeten Hundes verlassen.
 
Des Weiteren konnten die Teilnehmer ihr Gelerntes bei den Bruchzeichen präsentieren. Hier geht es darum den folgenden Jägern oder Hundeführern als Nachsucher mitzuteilen, in welche Richtung ein angeschossenes Stück Wild flüchtig geworden ist oder auch eine Warte-/Gefahrenstelle aufzuzeigen. Das jagdliche Brauchtum beschreibt die Summe der traditionellen Verhaltensweisen und Gepflogenheiten, die Jäger untereinander und während der Jagd ausüben.
 
Zum Abschluss des Tages ging es über Wiesen und durch ein Stück Wald in Richtung A 39, wo noch einmal das Wissen über den Baumbestand und Sträucher abgefragt wurde - auch sehr wichtig zur anstehenden Prüfung, denn die Früchte vieler Bäume und Sträucher dienen als Nahrung für die verschiedensten Wildarten.

Hans-Ulrich Keie führte seine Anwärter zur Wildbrücke, wo unzählige Fährten zu lesen waren. Von Reh- über Schwarzwild und von Dachs bis Waschbär wurden Trittsiegel identifiziert. Der Fachliteratur sind diese natürlich auch zu entnehmen, aber sie selbst zu entdecken und richtig zu deuten ist ein Erlebnis für sich und schult das Auge.

Der Blick auf die Wildtierkunde ist nun geschärft und somit sollte für die Prüfungen im April und Mai der Weg geebnet sein. Für die Jagsscheinanwärter war es ein durchaus erfolgreicher und hilfreicher Tag, denn keine Frage blieb unbeantwortet.

Einen herzlichen Dank an alle Hundeführer, die sich die Zeit genommen haben und Herrn Keie, der seine Schützlinge durch den Tag geführt hat.