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14.05.2017
Anschuss-Seminar für die Junge Jäger AG

Trotz optimaler Bedingungen und größter Sorgfalt bei der Schussabgabe kann es vorkommen, dass das beschossene Stück Wild nicht gleich am Anschuss liegt. Jetzt gilt es für den Jäger alle Spuren am Anschuss auszuwerten, um zum einen die Treffpunktlage zu erkennen, als auch die Ausgangsituation für eine erfolgreiche Nachsuche richtig einzuschätzen.

Gerade Jungjäger stellt diese Situation vor einige Herausforderungen, weshalb die Junge Jäger AG mit dem Hunde-Obmann der Jägerschaft Braunschweig Ulli Keie ein praxisorientiertes Anschuss-Seminar veranstaltet hat. Am 14.05.2017 trafen sich insgesamt 21 Teilnehmer der Junge Jäger AG Braunschweig und der Junge Jäger AG Wolfsburg in einem Revier in Cremlingen, um gemeinsam das richtige Verhalten vor und nach dem Schuss zu erlernen. Der erfahrene Nachsuchenführer Ulli Keie führte dabei durch das weite und komplexe Themenfeld und veranschaulichte deutlich, dass der Erfolg einer Nachsuche bereits durch das richtige Verhalten vor dem Schuss bestimmt wird.

Das Anschuss-Seminar begann mit einem theoretischen Teil, während dem Ulli Keie den Teilnehmern erklärte, wie der Anschuss zuverlässig gefunden werden kann. Dabei wurden hilfreiche Verhaltensweisen vermittelt und gezeigt, was es unbedingt zu vermeiden gilt. Des Weiteren wurde auch detailliert auf die Anschusssuche mit dem Jagdhund eingegangen. Dabei wurde erläutert, wie eine Wildfährte entsteht und welche Pirschzeichen zu finden sein können.

Im Anschluss wurden der theoretische Ablauf und das richtige Verhalten bei Tot- und Lebendnachsuchen vermittelt, sowie welche Ausrüstung man für den Fall einer Nachsuche dabei haben sollte.

Dann ging es an den praktischen Teil. Dafür hatte der Hunde-Obmann drei beispielhafte Anschüsse im Wald vorbereitet, so dass von Knochensplittern bis hin zu Schnitthaar allerlei Pirschzeichen an den einzelnen Stationen zu finden waren. Anhand einer Hirschdecke wurde gezeigt, welch unterschiedlichste Färbung das am Anschuss vorgefundene Schnitthaar je nach Trefferlage besitzen kann.

Die Teilnehmer konnten sich im Laufe der einzelnen Stationen davon überzeugen, wie schwierig es sein kann den Anschuss richtig zu deuten. Dabei wurde auch vermittelt, welche Nachsuchen mit dem eigenen geprüften Jagdhund gut zu bewältigen sind und in welchen Situationen auf einen Profi wie einen bestätigten Schweißhundeführer zurückgegriffen werden sollte.

Danach durfte ein Teilnehmer des Anschuss-Seminars mit seiner jungen Magyar Viszla Hündin erfolgreich eine zuvor vorbereitete Schweißfährte im Wald ausarbeiten, während die restlichen Teilnehmer die Arbeit von Hund und Führer beobachten konnten.

Das Seminar wurde von allen Teilnehmer als eine sehr spannende als auch lehrreiche Veranstaltung empfunden und bot im Anschluss noch viel Raum zum Austausch.

Text: M. Jentsch